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Pädagogischer Ansatz

Bei den Kindern unterm Ahorn stehen Geborgenheit, Vertrauen und eine liebevolle Begleitung im Mittelpunkt. Wir schaffen einen Ort, an dem Kinder in Ruhe ankommen, sich sicher fühlen und die Welt in ihrem eigenen Tempo entdecken dürfen. Verlässliche Beziehungen, ein achtsamer Alltag und viel Zeit in der Natur geben den Kindern Halt und Orientierung. So entstehen die besten Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung und echtes Wohlbefinden. Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an den Grundgedanken der Waldorfpädagogik sowie an den beziehungsorientierten Ansätzen von Emmi Pikler. Besonders in den ersten Lebensjahren brauchen Kinder feste Bindungspersonen, die ihnen Sicherheit geben und sie feinfühlig begleiten. Eine kleine Gruppengröße ermöglicht es uns, jedes Kind individuell wahrzunehmen und ihm mit Aufmerksamkeit und Respekt zu begegnen. Uns ist wichtig, dass Kinder sich bei uns gesehen, verstanden und angenommen fühlen. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern liegt uns sehr am Herzen. Eine vertrauensvolle und offene Beziehung bildet für uns die Grundlage dafür, Kinder gemeinsam sicher begleiten zu können. Rhythmus, Rituale und Regeln Kinder brauchen Orientierung, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Wiederkehrende Abläufe, Rituale und liebevolle Gewohnheiten geben ihnen Halt im Alltag. So können sie sich entspannen, Vertrauen entwickeln und ihre Energie ganz auf Spiel, Lernen und Entdecken richten. Ein rhythmischer Tagesablauf schenkt Kindern Ruhe, Sicherheit und innere Stabilität. Deshalb prägen feste Abläufe unseren gemeinsamen Tag. Wiederholungen, Lieder, Verse, gemeinsame Mahlzeiten und jahreszeitliche Feste schaffen Verlässlichkeit und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Gerade in den ersten Lebensjahren entwickeln Kinder wichtige soziale und emotionale Fähigkeiten. Durch gemeinsame Rituale und klare, liebevolle Regeln lernen sie, sich in einer Gruppe zurechtzufinden, Rücksicht zu nehmen und erste soziale Beziehungen aufzubauen. Unser Alltag bietet dabei Raum für freies Spiel ebenso wie für geführte gemeinsame Momente. Beides unterstützt die Kinder darin, sich sicher und selbstbewusst zu entwickeln. Vorbild und Nachahmung Kinder lernen in den ersten Lebensjahren vor allem durch Nachahmung. Sie beobachten aufmerksam, wie Erwachsene handeln, sprechen und miteinander umgehen. Darum ist eine liebevolle, authentische und wertschätzende Haltung für uns von besonderer Bedeutung. Kinder sollen bei uns erleben, wie wir unseren Alltag sinnvoll, ruhig und gemeinsam gestalten. Im täglichen Miteinander begleiten uns die Kinder bei vielen kleinen Tätigkeiten: beim Zubereiten von Mahlzeiten oder beim Pflegen des Gartens. Dadurch erleben sie Zusammenhänge und entwickeln spielerisch Interesse an ihrer Umgebung. Wir möchten Kindern Raum geben, selbst tätig zu werden und eigene Erfahrungen zu sammeln. Im freien Spiel können sie das Beobachtete aufgreifen, verarbeiten und selbstwirksam erleben. Unser Handeln begleiten wir bewusst mit Sprache, Liedern und ruhigen Übergängen. So entsteht ein Alltag, der Kinder emotional anspricht und ihnen Sicherheit vermittelt.

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Eingewöhnung

Ihn Ruhe Wurzeln schlagen

Eine sanfte und vertrauensvolle Eingewöhnung ist die Grundlage dafür, dass sich Kinder bei uns sicher fühlen können. Jedes Kind darf bei uns in seinem eigenen Tempo ankommen. Wir nehmen uns Zeit, Beziehungen wachsen zu lassen und den Übergang von Familie zur Betreuung achtsam zu begleiten. Denn nur ein Kind, das sich geborgen fühlt, kann neugierig die Welt entdecken. Die Eingewöhnung beginnt für uns bereits mit den ersten Gesprächen mit den Eltern. Ein offener Austausch und gegenseitiges Vertrauen schaffen die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Dabei orientieren wir uns am Berliner sowie am Münchner Eingewöhnungsmodell und passen den Ablauf individuell an die Bedürfnisse des Kindes und seiner Familie an. Phase 1 – Kennenlernen Zu Beginn besucht das Kind gemeinsam mit einem Elternteil unsere Einrichtung. In ruhiger Atmosphäre lernen sich Kind, Familie und Bezugserzieher:in kennen. Erste Beziehungen dürfen behutsam wachsen. Phase 2 – Erste Trennung Wenn das Kind Vertrauen gefasst hat, erfolgen erste kurze Trennungen. Diese gestalten wir individuell und immer in enger Absprache mit den Eltern. Phase 3 – Sicherheit gewinnen Nach und nach erlebt das Kind den Vormittag sicher und selbstverständlich in der Gruppe. Vertrauen, Orientierung und Beziehung vertiefen sich zunehmend. Phase 4 – Schlafen und Ankommen Auch die Schlafsituation begleiten wir achtsam und liebevoll. Eigene vertraute Dinge wie Schlafsack oder Kuscheltier helfen dem Kind, sich sicher und geborgen zu fühlen.

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Beziehungsvolle Pflege

Pflegesituationen sind für uns wertvolle Momente der Nähe und Zuwendung. Beim Wickeln, Anziehen oder Essen schenken wir dem Kind ungeteilte Aufmerksamkeit und Zeit. So entstehen Vertrauen, Beziehung und ein Gefühl von Geborgenheit. Kinder erleben dabei: „Ich werde gesehen und achtsam begleitet.“ Uns ist wichtig, dass jedes Kind eine verlässliche Bezugsperson hat, die es durch den Alltag begleitet und ihm Sicherheit gibt. Gerade in den alltäglichen Pflegesituationen entstehen oft besonders intensive und vertrauensvolle Momente. Wir kündigen unsere Handlungen an, nehmen uns Zeit und beziehen die Kinder aktiv mit ein. Dadurch erleben sie Selbstwirksamkeit und entwickeln Vertrauen in sich selbst und ihre Umgebung. Kinder erfahren die Welt mit allen Sinnen. Eine achtsame Pflege unterstützt deshalb nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern stärkt auch Wahrnehmung, Sprache und emotionale Sicherheit.

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Die Welt im Spiel begreifen

Kinder lernen durch Spielen. Im freien Spiel entdecken sie ihre Fähigkeiten, entwickeln Fantasie und verarbeiten Erlebnisse. Dafür brauchen sie Zeit, Ruhe und eine Umgebung, die zum Entdecken einlädt. Unser Garten und unsere Räume bieten genau diesen geschützten Raum. Besonders die Natur eröffnet Kindern vielfältige Erfahrungen. Mit Sand, Wasser, Blättern, Stöcken oder Steinen entstehen kreative Spielideen ganz aus dem Moment heraus. Beim Klettern, Balancieren, Matschen und Bauen entwickeln die Kinder Körpergefühl, Motorik und Selbstvertrauen. Dabei orientieren wir uns an dem Gedanken von Emmi Pikler: „Lass mir Zeit, es selbst zu tun.“ Jedes Kind darf seinen eigenen Entwicklungsweg und sein eigenes Tempo finden. Auch erste soziale Erfahrungen entstehen im freien Spiel. Die Kinder beobachten einander, lernen Rücksicht zu nehmen, Konflikte zu bewältigen und Beziehungen aufzubauen. Wir begleiten sie dabei feinfühlig und unterstützend. Unsere Gruppenräume sind bewusst schlicht und anregend zugleich gestaltet. Unterschiedliche Materialien regen die Fantasie an und laden zum selbstständigen Spiel ein.

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Sprachentwicklung

Sprache entwickelt sich dort, wo Kinder sich sicher und verstanden fühlen. Durch liebevolle Beziehungen, wiederkehrende Rituale und gemeinsame Erlebnisse fördern wir die Sprachentwicklung ganz natürlich im Alltag. Kinder erleben Sprache bei uns mit Freude, Nähe und allen Sinnen. So wachsen Wortschatz, Ausdruck und Kommunikationsfreude Schritt für Schritt. Lieder, Reime, Fingerspiele und kleine Verse begleiten unseren gesamten Tagesablauf. Durch Wiederholungen gewinnen die Kinder Sicherheit und Freude an Sprache. Auch in den Pflegesituationen und im gemeinsamen Spiel begleiten wir unser Handeln sprachlich. Die Kinder erleben dadurch Sprache im direkten Zusammenhang mit ihrem Alltag und lernen durch Zuhören, Nachahmen und Mitmachen. Bücher, Bildergeschichten und Fingerspiele gehören ebenfalls selbstverständlich zu unserem Alltag. Gemeinsam entdecken wir Sprache, Geschichten und erste kleine Gespräche. So schaffen wir eine sprachfördernde Umgebung, die Kinder einlädt, sich mitzuteilen und verstanden zu fühlen.

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